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Blindenschiwoche in Hintermoos, 6. bis 10. Jänner 2026

Circa 17 Jahre ist es her, als ich aufgrund des Fortschreitens meiner Sehbehinderung von Alpinschi auf Langlaufschi umgestiegen bin. Heuer wagte ich mich wieder zurück auf die Piste und suchte mir dafür die Blindenschiwoche in Hintermoos bei Maria Alm aus.
Am Tag der Ankunft ging es erst einmal ums Kennenlernen. Man merkt, dass sich hier jährlich großteils immer wieder dieselben Menschen treffen, das Miteinander ist vertraut, fast schon familiär. Zwei andere blinde Schifahrer und ich waren die Neulinge, die herzlich von der Gruppe aufgenommen wurden.
Mir wurde ein Guide, Alexandra aus Vorarlberg, zugeteilt, mit deren Unterstützung ich die vom Kursleiter zur Verfügung gestellte Funkanlage auf meinem Helm montierte. Auf diese Weise werden auf der Piste die Kommandos durchgegeben.
Im abendlichen Meeting um 19 Uhr, das täglich stattfand, wurden die Pistenbedingungen und das Programm für den (jeweils) folgenden Tag besprochen.
Dann war es soweit, endlich wieder auf Schiern stehen. Raus aus der Unterkunft, einmal ums Eck und schon kann man die Schi anschnallen und über eine „Zauberwiese“ (Kinderschipiste) und einen kurzen Ziehweg ins Schigebiet des Aberg gelangen.
Wir starteten mit einer Festlegung der Kommandos und einer Standortbestimmung auf der „Zauberwiese“. Immer schön knapp hinten am Guide dranbleiben, beim Kommando „und hopp“ einen Schwung machen, den abgeschlossenen Schwung meinerseits mit „Passt“ rückmelden, und so weiter.
Das Gefühl für den Schi war selbst nach 17 Jahren schnell wieder zurück, weshalb wir nach kurzer Zeit ins Schigebiet wechselten.
Bei strahlendem Sonnenschein, perfekten Pistenbedingungen und den Hochkönig vor uns carvten wir die Pisten runter. Anfangs noch etwas zögerlich, dann schon immer sicherer. Dieses Gefühl hatte ich echt vermisst.
Und so vergingen dann die restlichen Tage in Windeseile. An einem Nachmittag wechselten wir in ein anderes, kleineres Schigebiet namens Hinterreith, in dessen oberem Steilhang bereits Weltcup-Schifahrer wie etwa Henrik Kristoffersen trainierten.
Am vorletzten Tag waren die Pistenbedingungen infolge des Neuschnees wesentlich schwieriger, womit ich teilweise schon meine Probleme hatte, zumal ich oftmals unfreiwillig beschloss, statt den Hügel auf der Piste zu umfahren, direkt reinzufahren.
Abgesehen vom Schifahren kam der Austausch bei Frühstücks-, Mittags- und Abendbuffet in der Unterkunft sowie bei gelegentlichen Kaffees auf der Tischler Hütte im Schigebiet nicht zu kurz.
Ich fühlte mich sehr wohl in der Gruppe und würde mich freuen, nächstes Jahr wieder dabei sein zu dürfen.
Vielen Dank an die exzellenten Begleitsportler, an unseren Trainer Alex und allen voran an meine Guide Alex!
Teilnehmer vom Club: Sabine Gasteiger, Christian Hesch, Gabriele Huemer, Gerald Schiller, Mike Tumfart

Bericht von Gerald Schiller


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Zuletzt geändert am: 23.01.2026